Claus Kobold aus Dresden ist neuer Präsident des Deutschen Golf-Verbandes (DGV).

Er hat es also geschafft und ist der neue DGV-Präsident! Herzlichen Glückwunsch auch von der Golferloge.

Zuerst las ich es in seinem Facebook-Profil, dann in allen Medien: Der 53jährige Rechtsanwalt aus Dresden ist der neue Präsident des Deutschen Golf-Verbandes, gewählt am 11. April 2015 in Frankfurt/Main. Bemerkenswert, er setzte sich bereits im ersten Durchgang gegen den bisherigen Präsidenten Hans Joachim Nothelfer und Mitbewerber Frank Hagen Spanka durch. Fast 60% der anwesenden DGV-Mitglieder sprachen sich für den bisherigen Präsidenten des Landesgolfverbandspräsidenten Sachsen und Thüringen aus, ein Ergebnis, das für sich spricht.

Auf Facebook schreibt der charismatische Rechtsanwalt: „Es ist geschafft. Besten Dank an alle Unterstützer, Freunde und Weggefährten. Talk is over, action is on.“

Talk is over, action is on

Mit seiner Wahl honorieren die 587 Wähler von Claus Kobold sein „Wahlprogramm“, mit dem er vor der Wahl auf Tour war, denn die Stimmung ist schlecht. Rückläufige Mitgliedszahlen sind der Ausdruck von Unzufriedenheit. Im Jahr 2014 hatte der Verband konnte der Verband lediglich 1.400 neue Mitglieder verzeichnen, was einem Zuwachs von 0,2 % bedeutet. Definitiv zu wenig! Gründe dafür gibt es viele, so werden u.a. eine verfehlte Nachwuchsstrategie sowie strukturelle Probleme genannt.

Veränderungen müssen also her und so gab es erstmalig neben dem bisherigen Amtsinhaber Hans Joachim Nothelfer zwei weitere Bewerber um den DGV-Präsidenten-Posten.

Gewonnen hat also Claus Kobold, HCP 15,1 – ein Macher.

Von der Platzreife bis zum Vorsitz des Golfverbandes Sachsen-Thüringen 2004 dauerte es 10 Jahre. Sein Vorgänger:  Hans Joachim Nothelfer. Das Präsidentenamt beim VcG folgte 2007, sein Vorgänger: Hans Joachim Nothelfer. Und nun die Präsidentschaft des DGV, sein Vorgänger: Hans Joachim Nothelfer. Das wirft Fragen auf. Schon jetzt bin ich gespannt, wenn Claus Kobold als Special-Gast am 6. Mai 2015 zur Golferloge sicher auch dazu antworten wird, denn Fakt ist, für ihn ist „Golf ein Sport, aber auch ein Geschäft, und letzteres läuft aktuell nicht optimal.”

Damit traf er natürlich den Nerv, denn wir brauchen zum Wachstum auch ein neues Image, denn noch immer gilt der Golfsport als elitär und „älteren Menschen“ vorbehalten. Das konnten Stars wie Tiger Woods oder Martin Kaymer nicht ändern. Also müssen neue Ideen her und der Golfsport attraktiver und medienwirksamer gemacht werden.

Mir als Schreiberin des Artikels fallen dazu Parallelen zum Fechtsport ein. Auch hier gab es publikumswirksamere Maßnahmen, um mehr Medienpräsenz zu erreichen, die sich natürlich finanziell bemerkbar machte. Laut www.golfpost.de möchte er dies erreichen über „kürzere bzw. zeitsparendere Wettspielformen (z.B. 6-Loch-Matchplay-Turniere) , einen Imagewandel und sportart-übergreifende Kommunikation: “Ein Olympia-Golfclub mit Olympioniken, die Golf spielen und den Sport weitertragen, das würde uns helfen.”

Wir wünschen viel Erfolg!

Übrigens, im Anschluss stimmten 68,6 % der 927 Stimmberechtigten DGV-Mitglieder die deutschen Pläne für die Bewerbung um den Ryder Cup 2022 finanziell ab. Austragungsort soll bei Erhalt des Zuschlags durch die Ryder Cup Europedas AROSA-Resorthotel in Bad Saarow (Brandenburg) sein. Bis zum 30. April müssen alle Unterlagen eingereicht sein.

Sie wollen unseren neuen DGV-Präsidenten persönlich zu seinen Intentionen fragen? Dann seien Sie Gast unserer Golferloge anm 6. Mai 2015. Was Sie an diesem Abend erwartet, erfahren Sie hier:

Golferloge am 6. Mai 2015.